Typische Merkmale hitzeresistenter Feinsteinzeug-Terrassenplatten
Ein hitzebeständiger Porzellan-Pflasterstein zeichnet sich durch sechs messbare Eigenschaften aus: geringe Wärmeaufnahme, eine reflektierende Oberfläche, lichtbeständige Farbe, Formstabilität, Rutschfestigkeit und eine gleichbleibende Oberflächentemperatur unabhängig vom Schatten. Zusammen bestimmen diese Eigenschaften, wie sich ein Pflasterstein über einen ganzen Tag mit Sonneneinstrahlung verhält – nicht nur bei höchster Hitze.
Geringe Wärmeaufnahme für kühlere Oberflächen
Geringe Wärmeaufnahme beginnt mit der Dichte. Durch das Brennen bei extremen Temperaturen wird die innere Struktur des Materials verdichtet, wodurch die Wasseraufnahme unter 0,5 Prozent bleibt. Bei so geringer Porosität ist im Inneren der Fliese weniger Masse vorhanden, die Wärme speichern könnte, sodass sich die Oberfläche langsamer erwärmt und diese Wärme schneller wieder abgibt, sobald die Sonne wandert oder die Abendtemperaturen sinken.
Helle, sonnenreflektierende Oberflächen (High-Albedo-Finish)
Bei der Albedo geht es darum, was oberhalb des gebrannten Körpers, also an der Oberfläche, geschieht. Matte und leicht strukturierte Oberflächen streuen einfallendes Licht, anstatt es zu bündeln, während glänzende, dunkle Oberflächen mehr Licht absorbieren und es als Oberflächenwärme abgeben. Die Wahl einer matten, hellen Oberfläche ist eine praktische Möglichkeit, die Oberflächentemperatur zu senken, ohne die technischen Eigenschaften der Fliese zu verändern.
UV-beständige Farben ohne Ausbleichen
Die Farbstabilität hängt davon ab, wie das Pigment in die Fliese eingebracht wird. Bei durchgefärbtem und glasiertem Porzellan wird die Farbe während des Brennvorgangs fixiert und nicht erst danach als oberflächliche Beschichtung aufgetragen, sodass es keinen Film gibt, den UV-Strahlen zersetzen könnten. Praktisch bedeutet dies, dass ein heute verlegter Pflasterstein auch in zehn Jahren noch dieselbe Farbe aufweisen wird, ohne dass eine erneute Versiegelung oder Nachbearbeitung erforderlich ist.
Formstabilität bei extremen Temperaturschwankungen
Die Dimensionsstabilität ist eine direkte Folge der geringen Wasseraufnahme. Materialien, die Feuchtigkeit speichern, dehnen sich bei steigenden Temperaturen aus und ziehen sich bei sinkenden Temperaturen zusammen, was im Laufe der Zeit zu Rissen, Unebenheiten oder Fugenversagen führt. Mit einer Wasseraufnahme von unter 0,5 Prozent verformt sich Porzellan im Laufe eines täglichen Temperaturzyklus nur sehr geringfügig, sodass die Pflastersteine flach bleiben und die Fugen Saison für Saison gleichmäßig bleiben.
Rutschhemmung bei heißem, trockenem Wetter
Rutschfestigkeit ist auch in trockenen Klimazonen wichtig, da Staub, Sonnencreme und Spritzwasser aus dem Pool die Griffigkeit auf einer glatten Oberfläche schnell verringern. Rutschfeste Fliesen sind mit einer Oberflächenstruktur ausgestattet, die genau unter diesen Bedingungen Halt bietet und zuverlässige Traktion für Terrassen, Poolumrandungen und Einfahrten gewährleistet, die ständiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.
Farbtemperatur: helle vs. dunkle Terrassenplatten
Die Wahl der Farbe hat einen direkten, messbaren Einfluss auf die Oberflächentemperatur, da helle und dunkle Pflastersteine aus derselben Produktionslinie das Sonnenlicht unterschiedlich absorbieren. Damit ist die Farbwahl neben der Anordnung und der Oberflächenbeschaffenheit eine der wenigen Entscheidungen zum Wärmemanagement, die bereits in der Planungsphase getroffen werden und nicht erst nach der Verlegung berücksichtigt werden müssen. An stark der Sonne ausgesetzten Stellen wie Einfahrten oder offenen Terrassen kann ein hellerer Farbton die Erwärmung der Oberfläche zur Mittagszeit spürbar reduzieren.